Warum funktioniert Facebook in China nicht?

Facebook ist eine der beliebtesten Social Media Plattformen weltweit. Das Problem: In China sind soziale Medien, die nicht von der chinesischen Regierung überwacht werden, nicht gerne gesehen. Zu groß ist die Angst, es könnten regimekritische Inhalte publik werden oder sogar oppositionelle Strömungen entstehen.

Dementsprechend sind Xi Jinping, Staatspräsident Chinas, sowie seiner Regierung Facebook und jeder weitere Messaging Dienst ein Dorn im Auge.

Entsprechend wurde 2003 das Projekt Goldener Schild landesweit in Betrieb genommen. Das Goldene Schild wird auch Große Firewall genannt und bezeichnet einen umfassenden Katalog von technischen Maßnahmen, um ausgewählte Websites und Inhalte für die chinesische Bevölkerung zu sperren.

So werden beispielsweise bestimmte IP-Adressen blockiert, sowie URLs und Pakete gefiltert. Finden sich in URLs oder Paketen bestimmt Stichwörter oder Buchstabenkombinationen, ist ein Zugriff nicht möglich und die Internetverbindung wird beendet.

Wie kann man Facebook in China nutzen?

Um die Große Firewall zu umgehen, gibt es keine andere Möglichkeit als einen sogenannten VPN zu nutzen. Bei einem VPN (“Virtual Private Network”) handelt es sich um ein virtuelles privates Netzwerk.

Die Server im VPN sind mit dem Internet verbunden. Um das VPN zu nutzen, baut man via Smartphone-App oder PC-Software eine Verbindung zum VPN auf. Ab diesem Zeitpunkt kann man jeden beliebigen Internetdienst durch das VPN erreichen, wobei das VPN als eine Art “Tunnel” genutzt wird.

Der Clou: Alle übertragenen Daten werden vom VPN verschlüsselt gesendet und empfangen. Und da die Server in ausgewählten Ländern der Erde stehen, kann man als Aufenthaltsort fast jedes beliebige Land suggerieren (Stichwort: Geoblocking). Mit dieser einfachen Technik lassen sich die Maßnahmen der chinesischen Regierung relativ leicht aushebeln.

Problematisch ist allerdings, dass die Regierung in China bemüht ist, VPN-Firmen zu sperren. Entsprechend werden viele VPN-Server nach einiger Zeit erkannt und sind danach nicht mehr nutzbar.

CyberGhost

Cloudzzer Netflix, Sky, DAZN, Disney+, TV-Mediatheken kompatibel
Cloudzzer 6.550 Server in über 90 Ländern
Cloudzzer Bis zu 7 Geräten gleichzeitig
Cloudzzer 45 Tage kostenlos testen
Cloudzzer Server Standort in Deutschland

Welche VPNs funktionieren für Facebook in China?

Auf dem Markt sind zahlreiche VPN-Anbieter verfügbar. Das Problem ist allerdings, dass nicht jeder dieser VPN-Dienste zuverlässig in China funktioniert und die Nutzung von Facebook ermöglicht. Nicht alle VPN-Services schaffen es, dem chinesischen “Radar” zu entgehen und ihre Server vor einer Sperrung zu bewahren.

Aber keine Sorge: In den letzten Jahren haben sich insbesondere drei VPN-Anbieter herauskristallisiert, die langfristig und zuverlässig in China genutzt werden konnten. Dazu zählen CyberGhost, ExpressVPN und NordVPN.

#1

CyberGhost

CyberGhost

CyberGhost Logo

CyberGhost zählt mit den beiden anderen Anbieter mit zu den größten VPN-Services überhaupt. CyberGhost nutzt die zuverlässige AES 256-Bit-Verschlüsselungstechnologie und erlaubt den Schutz von bis zu sieben Geräten gleichzeitig. Ein sogenannter Kill-Switch garantiert bei einem Abbruch der Internetverbindung zum VPN, dass keine Daten unverschlüsselt übertragen werden.

Und dank der strikten No-Logs-Richtlinie werden während der Nutzung keine Protokoll-Dateien angefertigt. Aktuell stehen über 8.000 Server in 90 Ländern zur Auswahl.

Spar-Tipp: Schließt man ein Abonnement ab, dann bietet CyberGhost eine Geld-zurück-Garantie an. Im Idealfall kann man den Dienst bis zu 45 Tage kostenlos nutzen.

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#2

ExpressVPN

ExpressVPN
ExpressVPN Logo

ExpressVPN bietet derzeit mehr als 3.000 Server an, die auf über 160 Server-Standorten in 94 Ländern auf der ganzen Welt verteilt sind. Kunden kommen in den Genuss einer AES-256-Verschlüsselung, Kill-Switch, Split-Tunneling und vieles mehr. Die Bandbreite wird nicht begrenzt und somit sind keine Geschwindigkeitsprobleme zu erwarten. Bis zu 5 Geräte können gleichzeitig genutzt werden.

Wichtig: Auch ExpressVPN bietet eine Geld-zurück-Garantie an. Bis zu 30 Tage kann man den VPN-Dienst somit kostenlos nutzen.

#3

NordVPN

NordVPN
NordVPN Logo

Der dritte VPN-Dienst im Bunde ist NordVPN. NordVPN bietet ebenfalls die sichere 256-Bit AES-Verschlüsselungstechnik, einen automatischen Kill-Switch sowie die Nutzung von bis zu 6 Geräten gleichzeitig an.

Obendrein werden spezielle Tarn-Server für die hauseigenen OpenVPN-Anwendungen unter Windows, macOS, Linux und Android angeboten. Mit diesen lässt sich Facebook in China garantiert nutzen.

Geschwindigkeit und Bandbreite werden nicht gedrosselt. Darüber hinaus kann sich der Kundendienst sehen lassen: Es wird ein Live-Chat-Support 7 Tage die Woche geboten. Insgesamt stehen deutlich über 5.000 Server in 60 Staaten der Erde zur Auswahl. Eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie erlaubt Sparfüchsen, mit diesem Anbieter Geld zu sparen.

NordVPN

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Cloudzzer Funktioniert in nahezu jedem Land
Cloudzzer Hochgeschwindigkeitsserver
Cloudzzer Hohe Sicherheit
Cloudzzer P2P & Torrent erlaubt

Schritt-für-Schritt Anleitung: So funktioniert Facebook in China

Schritt 1: VPN Anbieter auswählen

Zunächst muss man den gewünschten VPN-Dienst auswählen. Sehr zu empfehlen sind die weiter oben vorgestellten VPN-Anbieter, da diese sehr verlässlich und sicher sind. Von kostenlosen VPN-Diensten sollte man lieber die Finger lassen, da keine Zuverlässigkeit gewährt wird.

Wer dennoch sparen möchte, der wählt einen Anbieter mit einer Geld-zurück-Garantie beziehungsweise einem kostenlosen Testzeitraum.

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Schritt 2: Abo abschließen & Account anlegen

Hat man sich auf einen VPN-Dienst festgelegt, dann wählt man auf der Angebotsseite das gewünschte Abonnement aus. Je länger die Vertragslaufzeit gewählt wird, desto niedriger sind die monatlichen Kosten. Bei den meisten Anbietern kann man eine Vertragslaufzeit von bis zu 3 Jahren auswählen. Dadurch reduziert sich rechnerisch der monatliche Grundpreis auf wenige Euros.

Hat man sich für einen Anbieter und ein Abonnement entschieden, legt man ein Benutzerkonto an und zahlt den fälligen Betrag.

Wichtig: Dieser Schritt sollte unbedingt vor der Abreise erledigt werden, da viele Websites der VPN-Dienste in China gesperrt sind. Eine Anmeldung von China aus ist nicht möglich.

Schritt 3: Einloggen und zur Serverübersicht gehen

Da es sich um ein digitales Produkt handelt, kann man den jeweiligen VPN-Dienst sofort nutzen. Nach der Zahlung erhält man eine E-Mail mit den Login-Daten. Mit diesen kann man sich nun beim Anbieter beziehungsweise in der Software oder App anmelden.

Nun begibt man sich zur Serverübersicht und wählt den Server, über den man in China oder jedem anderen Land surfen möchte.

Server mit Standort Deutschland

Schritt 4: VPN starten und in China Facebook verwenden

Mit nur einem Klick kann man sich nun mit dem VPN verbinden. Ab diesem Zeitpunkt surft man verschlüsselt, anonym und ist vor der Zensur sicher. Die Nutzung von Facebook in China ist ab diesem Zeitpunkt möglich.

Der Nutzer kann sich jetzt wie gewohnt auf seinem Facebook-Konto einloggen, Nachrichten schreiben und Inhalte teilen.

Gibt es kostenlose VPNs die Facebook auf der China Reise freischalten?

Theoretisch ist die Nutzung von Facebook in China in Verbindung mit einem kostenlosen VPN möglich. Allerdings ist Vorsicht geboten: Nicht nur, dass man bei der Nutzung einer kostenlosen Alternative keine Garantie hat, dass der Dienst wirklich zu 100 Prozent sicher ist, es gibt auch keine Funktionsgarantie.

Stellt man dann vor Ort fest, dass der kostenlose VPN-Dienste nicht funktioniert, kann man Facebook und andere Internetdienste mangels Alternative überhaupt nicht nutzen.

Obendrein ist die kostenlose Nutzung oft mit Spam und unerwünschter Werbung verbunden. Oftmals werden Log-Dateien gespeichert und somit ist man nicht mehr zu 100 Prozent anonym unterwegs.

Welche Strafen gibt es in Verbindung mit VPN-Diensten?

Per Gesetz ist die Nutzung von nicht erlaubten VPN-Diensten in China verboten. Die Strafen für die Umgehung der Zensur mit nicht erlaubten VPN-Diensten sind allerdings relativ uneinheitlich geregelt.

Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die Bestrafung von Chinesen deutlich schärfer ausfällt. Es sind Fälle bekannt, in denen die Verurteilten zwischen drei Tagen und zwei Jahren ins Gefängnis beziehungsweise ins Straflager mussten.

Mit Touristen geht man naturgemäß deutlich sanfter um. Wurde tatsächlich ein Tourist bei der Nutzung “erwischt”, dann musste in der Regel nur eine Geldstrafe bezahlt werden. Diese belief sich auf etwa 150 Euro.

Das Risiko, bei der Nutzung eines sicheren VPN erwischt zu werden, ist allerdings ohnehin sehr gering. Insofern muss man sich diesbezüglich relativ wenig Sorgen machen.

Warum ist der Kill Switch so wichtig in China?

Ein Internet Kill Switch ist ein Konzept, das dem eines Notschalters ähnelt. Wird ein VPN genutzt und bricht die Verbindung zum VPN unerwartet ab, dann wird der Kill Switch aktiviert und die Verbindung zum Internet “gekappt”.

Dadurch wird das Versenden jedweder Daten unterbrochen. Die Folge: Es werden keine unverschlüsselten Daten übertragen und die IP-Adresse des Nutzers bleibt verschleiert.

Befindet man sich in China und surft dort ohne Kill Switch, dann bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass man ins Visier der chinesischen Behörden gerät.

Die übertragenen Daten könnten ausgewertet und die IP-Adresse zurückverfolgt werden. Kurzum: Mit einem Internet Kill Switch genießt man höchste Sicherheit und ist vor den Maßnahmen der Behörden in China bestens geschützt.

 

FAQs – Häufige Fragen

Kann man in China Facebook benutzen?

Facebook kann man in China nur mithilfe eines VPNs nutzen, da die Facebook-Website und der Facebook-Messenger in China gesperrt sind.

Damit sich die Menschen in China dennoch sozial vernetzen können, hat die chinesische Behörde eine Alternative ins Leben gerufen.

Was ist das chinesische Facebook?

Das chinesische Facebook heißt Sina Weibo und ist der größte chinesische Microblogging-Dienst. Das soziale Netzwerk wurde am 14. August 2009 von der Sina Corporation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Anzahl der Nutzer betrug 2021 deutlich über 400 Millionen.

Aufbau und Nutzung von Sina Weibo sind im Vergleich zu Facebook sehr ähnlich. Allerdings sollte man bei der Nutzung vorsichtig sein, denn die chinesische Alternative wird selbstverständlich von den Behörden in China zensiert und genauesten überwacht. Jeder Beitrag und jeder Kommentar im Netzwerk wird ausgewertet.

Warum gibt es kein Facebook in China?

In China gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach Aufstände gegen die chinesische Partei beziehungsweise die dortigen Behörden. Bei diesen Unruhen haben soziale Medien immer eine Schlüsselrolle gespielt, denn die Aufständischen konnten sich dank dieser Plattformen sehr gut vernetzen.

Um die Bildung von politischen Gegenströmungen bestmöglich zu verhindern, wurden deshalb nicht kontrollierbare soziale Netzwerke wie Facebook und Co in China verboten.

Welche Social Media Apps sind in China gesperrt?

Das Internet wird in China streng überwacht und ständig zensiert. Dabei sind bei den Zensoren der chinesischen Regierung, insbesondere ausländischen Medien unerwünscht.

Dazu zählen nicht nur die Google-Suchmaschine einschließlich aller Google-Dienste, sondern auch Nachrichten-Seiten wie die der New York Times und Co, Plattformen wie Twitter, YouTube und alle Websites, die nach Meinung der Zensoren für die Bevölkerung “gefährdende” Inhalte bereitstellen.

Für fast alle gesperrten Dienste stellt die Regierung in China allerdings Alternativen bereit. So gibt es zum Beispiel WeChat für WhatsApp oder das bereits vorgestellte Sina Weibo für Facebook. Als Suchmaschine wird vornehmlich Baidu verwendet und als Video-Plattform steht Youku statt YouTube zur Verfügung.

Fazit: Facebook ist in China nur mit VPN möglich

Viele Menschen, die das erste Mal nach China kommen, sind überrascht, denn sie können mit den üblichen Internetdiensten keinen Kontakt zur Heimat beziehungsweise ihren Freunden aufnehmen. Die Websites und Dienste sind gesperrt und unterliegen der Zensur.

Möchte man das Internet in einem Land wie China beziehungsweise Websites und Dienste wie Facebook ohne Einschränkung nutzen, dann spielen dabei VPNs eine entscheidende Rolle. Erst mit einem VPN lässt sich eine verschlüsselte und anonyme Internetverbindung aufbauen und Sperren umgehen.

Wer also eine Reise nach China plant, der sollte sich unbedingt um ein VPN-Abonnement kümmern. Mit den drei vorgestellten Anbietern ist man da gut beraten.

Die Kosten sind nicht hoch und mit etwas Geschick kann man sich für die Aufenthaltsdauer sogar ein kostenloses Abo sichern. Tut man dies bereits vor der Abreise, dann wird der (digitale) Aufenthalt in China ganz sicher zum Vergnügen.