Schritt 2: Abo abschließen & Account anlegen
Hat man sich auf einen VPN-Dienst festgelegt, dann wählt man auf der Angebotsseite das gewünschte Abonnement aus. Je länger die Vertragslaufzeit gewählt wird, desto niedriger sind die monatlichen Kosten. Bei den meisten Anbietern kann man eine Vertragslaufzeit von bis zu 3 Jahren auswählen. Dadurch reduziert sich rechnerisch der monatliche Grundpreis auf wenige Euros.
Hat man sich für einen Anbieter und ein Abonnement entschieden, legt man ein Benutzerkonto an und zahlt den fälligen Betrag.
Wichtig: Dieser Schritt sollte unbedingt vor der Abreise erledigt werden, da viele Websites der VPN-Dienste in China gesperrt sind. Eine Anmeldung von China aus ist nicht möglich.
Schritt 3: Einloggen und zur Serverübersicht gehen
Da es sich um ein digitales Produkt handelt, kann man den jeweiligen VPN-Dienst sofort nutzen. Nach der Zahlung erhält man eine E-Mail mit den Login-Daten. Mit diesen kann man sich nun beim Anbieter beziehungsweise in der Software oder App anmelden.
Nun begibt man sich zur Serverübersicht und wählt den Server, über den man in China oder jedem anderen Land surfen möchte.

Schritt 4: VPN starten und in China Facebook verwenden
Mit nur einem Klick kann man sich nun mit dem VPN verbinden. Ab diesem Zeitpunkt surft man verschlüsselt, anonym und ist vor der Zensur sicher. Die Nutzung von Facebook in China ist ab diesem Zeitpunkt möglich.
Der Nutzer kann sich jetzt wie gewohnt auf seinem Facebook-Konto einloggen, Nachrichten schreiben und Inhalte teilen.
Gibt es kostenlose VPNs die Facebook auf der China Reise freischalten?
Theoretisch ist die Nutzung von Facebook in China in Verbindung mit einem kostenlosen VPN möglich. Allerdings ist Vorsicht geboten: Nicht nur, dass man bei der Nutzung einer kostenlosen Alternative keine Garantie hat, dass der Dienst wirklich zu 100 Prozent sicher ist, es gibt auch keine Funktionsgarantie.
Stellt man dann vor Ort fest, dass der kostenlose VPN-Dienste nicht funktioniert, kann man Facebook und andere Internetdienste mangels Alternative überhaupt nicht nutzen.
Obendrein ist die kostenlose Nutzung oft mit Spam und unerwünschter Werbung verbunden. Oftmals werden Log-Dateien gespeichert und somit ist man nicht mehr zu 100 Prozent anonym unterwegs.
Welche Strafen gibt es in Verbindung mit VPN-Diensten?
Per Gesetz ist die Nutzung von nicht erlaubten VPN-Diensten in China verboten. Die Strafen für die Umgehung der Zensur mit nicht erlaubten VPN-Diensten sind allerdings relativ uneinheitlich geregelt.
Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die Bestrafung von Chinesen deutlich schärfer ausfällt. Es sind Fälle bekannt, in denen die Verurteilten zwischen drei Tagen und zwei Jahren ins Gefängnis beziehungsweise ins Straflager mussten.
Mit Touristen geht man naturgemäß deutlich sanfter um. Wurde tatsächlich ein Tourist bei der Nutzung “erwischt”, dann musste in der Regel nur eine Geldstrafe bezahlt werden. Diese belief sich auf etwa 150 Euro.
Das Risiko, bei der Nutzung eines sicheren VPN erwischt zu werden, ist allerdings ohnehin sehr gering. Insofern muss man sich diesbezüglich relativ wenig Sorgen machen.
Warum ist der Kill Switch so wichtig in China?
Ein Internet Kill Switch ist ein Konzept, das dem eines Notschalters ähnelt. Wird ein VPN genutzt und bricht die Verbindung zum VPN unerwartet ab, dann wird der Kill Switch aktiviert und die Verbindung zum Internet “gekappt”.
Dadurch wird das Versenden jedweder Daten unterbrochen. Die Folge: Es werden keine unverschlüsselten Daten übertragen und die IP-Adresse des Nutzers bleibt verschleiert.
Befindet man sich in China und surft dort ohne Kill Switch, dann bestünde theoretisch die Möglichkeit, dass man ins Visier der chinesischen Behörden gerät.
Die übertragenen Daten könnten ausgewertet und die IP-Adresse zurückverfolgt werden. Kurzum: Mit einem Internet Kill Switch genießt man höchste Sicherheit und ist vor den Maßnahmen der Behörden in China bestens geschützt.
FAQs – Häufige Fragen
Kann man in China Facebook benutzen?
Facebook kann man in China nur mithilfe eines VPNs nutzen, da die Facebook-Website und der Facebook-Messenger in China gesperrt sind.
Damit sich die Menschen in China dennoch sozial vernetzen können, hat die chinesische Behörde eine Alternative ins Leben gerufen.
Was ist das chinesische Facebook?
Das chinesische Facebook heißt Sina Weibo und ist der größte chinesische Microblogging-Dienst. Das soziale Netzwerk wurde am 14. August 2009 von der Sina Corporation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Anzahl der Nutzer betrug 2021 deutlich über 400 Millionen.
Aufbau und Nutzung von Sina Weibo sind im Vergleich zu Facebook sehr ähnlich. Allerdings sollte man bei der Nutzung vorsichtig sein, denn die chinesische Alternative wird selbstverständlich von den Behörden in China zensiert und genauesten überwacht. Jeder Beitrag und jeder Kommentar im Netzwerk wird ausgewertet.
Warum gibt es kein Facebook in China?
In China gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach Aufstände gegen die chinesische Partei beziehungsweise die dortigen Behörden. Bei diesen Unruhen haben soziale Medien immer eine Schlüsselrolle gespielt, denn die Aufständischen konnten sich dank dieser Plattformen sehr gut vernetzen.
Um die Bildung von politischen Gegenströmungen bestmöglich zu verhindern, wurden deshalb nicht kontrollierbare soziale Netzwerke wie Facebook und Co in China verboten.
Welche Social Media Apps sind in China gesperrt?
Das Internet wird in China streng überwacht und ständig zensiert. Dabei sind bei den Zensoren der chinesischen Regierung, insbesondere ausländischen Medien unerwünscht.
Dazu zählen nicht nur die Google-Suchmaschine einschließlich aller Google-Dienste, sondern auch Nachrichten-Seiten wie die der New York Times und Co, Plattformen wie Twitter, YouTube und alle Websites, die nach Meinung der Zensoren für die Bevölkerung “gefährdende” Inhalte bereitstellen.
Für fast alle gesperrten Dienste stellt die Regierung in China allerdings Alternativen bereit. So gibt es zum Beispiel WeChat für WhatsApp oder das bereits vorgestellte Sina Weibo für Facebook. Als Suchmaschine wird vornehmlich Baidu verwendet und als Video-Plattform steht Youku statt YouTube zur Verfügung.
Fazit: Facebook ist in China nur mit VPN möglich
Viele Menschen, die das erste Mal nach China kommen, sind überrascht, denn sie können mit den üblichen Internetdiensten keinen Kontakt zur Heimat beziehungsweise ihren Freunden aufnehmen. Die Websites und Dienste sind gesperrt und unterliegen der Zensur.
Möchte man das Internet in einem Land wie China beziehungsweise Websites und Dienste wie Facebook ohne Einschränkung nutzen, dann spielen dabei VPNs eine entscheidende Rolle. Erst mit einem China VPN lässt sich eine verschlüsselte und anonyme Internetverbindung aufbauen und Sperren umgehen.
Wer also eine Reise nach China plant, der sollte sich unbedingt um ein VPN-Abonnement kümmern. Mit den drei vorgestellten Anbietern ist man da gut beraten.
Die Kosten sind nicht hoch und mit etwas Geschick kann man sich für die Aufenthaltsdauer sogar ein kostenloses Abo sichern. Tut man dies bereits vor der Abreise, dann wird der (digitale) Aufenthalt in China ganz sicher zum Vergnügen.