Schritt 2: Abo abschließen & Account anlegen
Im zweiten Schritt muss man ein geeignetes Abo abschließen. Dafür besucht man die jeweilige Angebotsseite, legt ein Benutzerkonto an und schließt ein entsprechendes Abo ab. Wer eine lange Vertragslaufzeit wählt, der muss rechnerisch pro Monat weniger zahlen.
Wichtig: Diesen und den nächsten Schritt sollte man unbedingt vor der Abreise erledigen. Eine Anmeldung beim Anbieter von China aus ist in der Regel nicht möglich, da auch die Websites der VPN-Anbieter selbst in China gesperrt sind.
Schritt 3: Einloggen und Serverübersicht aufrufen
Direkt nach Abschluss des Vertrages und erfolgreicher Zahlung kann man sich bei dem Anbieter auf dessen Website einloggen und den Dienst uneingeschränkt nutzen.
Nun kann man auf dem Smartphone die passende App beziehungsweise auf dem Notebook oder Desktop-PC die für das Betriebssystem vorgesehene Software installieren.
Schritt 4: VPN starten und Whatsapp nutzen
Im letzten Schritt kann man die Verbindung zum Herstellen und den eigenen Standort verschleiern. Dafür wählt man einen Server an einem beliebigen Standort beziehungsweise einem beliebigen Land aus und verbindet sich mit diesem.
Ab diesem Zeitpunkt surft man auf Websites und schreibt in Whatsapp ausschließlich über das Virtual Private Network. Am besten, man probiert die Software beziehungsweise App bereits vor der Abreise aus. Dann erlebt man in China keine bösen Überraschungen.
Gibt es kostenlose VPNs die Whatsapp in China ermöglichen?
Auf dem Markt finden sich mittlerweile zahlreiche kostenlose VPN-Provider, die theoretisch die Nutzung von Whatsapp in China ermöglichen. Allerdings ist deren Verwendung nur eingeschränkt zu empfehlen:
Einerseits sind die kostenlosen VPN-Dienstleister nicht sehr zuverlässig und nicht selten bereits durch die Regierung in China gesperrt. Andererseits gibt es bei Problemen keinen Kundensupport, an den man sich wenden kann.
Aus diesem Grund sind kostenpflichtige VPN-Provider gegenüber anderen kostenlosen VPNs klar zu bevorzugen. Mit diesen kann man sicher sein, dass vor Ort alle Programme und jeder Service uneingeschränkt funktioniert.
Warum versucht die chinesische Regierung VPNs zu verbieten?
Die Regierung in China macht sich modernste Technologie zu Nutze, um eine strikte Internet-Zensur durchzusetzen. Die Summe dieser Technologien wird auch gerne als “Great Firewall” bezeichnet. Als Grund wird vorgeschoben, dass man die Bevölkerung Chinas vor den schädlichen Einflüssen des Westens schützen möchte.
In Wahrheit möchte man sich aber vor regimekritischen Bewegungen schützen und verhindern, dass sich Widerstand formiert. Entsprechend werden VPNs in China als problematisch gesehen: Die privaten Netzwerke sind verschlüsselt und nur schwer zu überwachen.
Dabei steht China vor einem Dilemma: Viele westliche Unternehmen sind auf VPN-Services angewiesen, da man mit den Konzernzentralen in zum Beispiel den USA oder Deutschland “sicher” kommunizieren möchte.
Insofern geht China hier mit Fingerspitzengefühl vor und sperrt nicht per se alle VPN-Services im eigenen Land. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass westliche Unternehmen aufgrund dieser Repressionen abwandern und sich andere Standorte suchen.
Gibt es eine chinesische Alternative für WhatsApp?
Für gefühlt jeden westlichen Internet-Dienst, der in China gesperrt ist, hat die Regierung eine Alternative entwickeln lassen. Das gilt sowohl für Suchmaschinen, Video- und News-Portale, als auch für soziale Netzwerke und Messenger-Services wie Whatsapp. Das chinesische Gegenangebot für Whatsapp lautet “WeChat”.
Die Vorteile der landeseigenen Alternativen für China liegen auf der Hand: Sie lassen sich problemlos überwachen und bestimmte Inhalte kinderleicht zensieren beziehungsweise sperren. Das gilt eben auch für den Alternativ-Anbieter und somit sollte man sich bei diesem über die ständige Überwachung im Klaren sein.
FAQs – Häufige Fragen
Warum ist WhatsApp in China verboten?
Whatsapp ist ein verschlüsselter Messenger-Dienst, der obendrein auch noch aus dem Westen kommt. Services dieser Art sieht die chinesische Regierung nicht gern, da man die Formierung von oppositionellen Bewegungen fürchtet.
Zugleich möchte man lieber die Verwendung der landeseigenen Nachrichten-Dienste forcieren. Diese lassen sich leichter überwachen und zensieren.
Wie heißt das chinesische WhatsApp?
Das Whatsapp-Pendant in China heißt “WeChat”. Es handelt sich um einen landeseigenen Messenger-Dienst, der neben der Nachrichten-Funktion auch über ein erweitertes soziales Netzwerk verfügt.
Letzteres ist am ehesten mit Facebook oder Instagram zu vergleichen. Ergänzend wird WeChat-Pay angeboten, der sehr verbreitet ist und mit dem man landesweit bezahlen kann.
Welche Apps sind in China gesperrt?
In China sind fast alle westlichen Apps gesperrt, mit denen man die “Great Firewall” beziehungsweise die Internet-Zensur der Regierung umgehen kann. Zugleich werden Anbieter gesperrt, die für die Bevölkerung in China “schädlich” sein könnten.
Zu den gesperrten Apps zählen neben Whatsapp auch Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, die Google-Suchmaschine, Google Maps, andere Google-Dienste, Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Prime Video, Anbieter für pornografische Bilder und Videos und jede Website, die nicht mit der chinesischen Ideologie vereinbar ist. Die Liste ist mittlerweile gefühlt endlos.
Was benutzen Chinesen anstatt WhatsApp?
Die beliebte Alternative zu Whatsapp in China lautet “WeChat”. Der Anbieter zählt mittlerweile über 1 Milliarde Nutzer in China, wobei die Tendenz klar steigend ist. Interessant ist die Tatsache, dass auch viele im Ausland lebende Chinesen WeChat nutzen.
Mit dafür ursächlich mag sein, dass der quasi Monopolist mittlerweile auch eine Art soziales Netzwerk anbietet, mit dem, ähnlich wie bei Facebook, soziale Kontakte auch vom Ausland aus gehalten werden können.
Dabei bietet der Anbieter noch wesentlich mehr: Nutzer finden hier aktuelle News, Spiele und sogar den Zahlungsdienst WeChat Pay. Video Calls sind ebenfalls möglich. Obwohl das Logo von WeChat mit den beiden Sprechblasen sehr unschuldig wirkt, unterliegen die Inhalte und die versendeten Nachrichten einer permanenten Überwachung und Zensur.
Fazit: Dank VPN kann man Whatsapp in China nutzen
Whatsapp ist ein sehr praktischer Messenger-Dienst, der obendrein auch noch weltweit von sehr vielen Menschen verwendet wird. Laut Whatsapp sollen bis zu 2 Milliarden weltweit den praktischen Dienst nutzen, ist er doch wesentlich unkomplizierter handzuhaben als für jede Mitteilung an eine Person eine Email zu verschicken.
Da verwundert es nicht, dass viele Nutzer diesen Dienst auch im Ausland verwenden möchten. Unglücklicherweise ist das in China nicht möglich. Hier herrscht eine strenge Zensur von Dienstleistungen dieser Art.
Um diese Blockade zu umgehen, lässt sich ein China VPN nutzen. Mit einem VPN gaukelt man der Chinesischen Firewall vor, man rufe lediglich erlaubten Inhalt über andere Server beziehungsweise mit einer anderen IP-Adresse ab. In Wahrheit greift das VPN aber auf Whatsapp zu und ermöglicht dadurch eine ungestörte Nutzung.
Dabei kostet der Zugriff auf ein hochwertiges VPN nicht viel Geld und ist im Idealfall für einen bestimmten Zeitraum sogar kostenlos. Dementsprechend sollte jeder, der den Kontakt mit der Heimat oder mit Bekannten vor Ort halten und dabei nicht überwacht werden möchte, vor der Abreise ein VPN-Abo abschließen.
So lässt sich das Internet vor Ort trotz der Maßnahmen der chinesischen Regierung quasi ohne Einschränkung nutzen.